
| Die Reise nach Rhodos vom 07.05. - 21.05.1999 |
|
Hallo Leute Ok, jetzt spricht Emine:"Also: am Samstag den 08.05. sind wir mit der Taxe zum Hafen nach Rhodos, zum spazieren gehen. Beim Hafen gibt’s Schiffe und Wasser. Ein Schiff sah aus wie ein Auto, aber ein bisschen größer. "endaxi" heißt übrigens "In Ordnung". Aber das war nicht das einzige griechische Wort: "Kalamaki" (das heißt Strohhalm), für mich ist das wichtig in Griechenland, weil ich den brauche zum Trinken. Wasser kann man trinken ("nero"), Eiskaffee ("frappe"), der war lecker, und Retsina (hihihi). Die Sonne schien, es war ziemlich warm. Dann wieder mit dem Taxi zurück. Dann haben die Birgit, der Martin, der Jürgen, die Judith und die Katja Besprechung gehabt. Da hab ich gedacht, die hätten mich vergessen. Um halb sieben gab es Abendessen. Ein paar sind in die Papageienbar. Das ist eine Bar mit Papagei. Der hat immer so Töne gemacht, mal laut, mal nicht, ein bisschen hat er auch geredet. Um halb eins, eins sind wir ins Bett. Mit Hildegard habe ich ein Zimmer geteilt. Das Hotel hieß Virginia Beach. Die Zimmer waren nicht so groß und auch die Toiletten nicht. Aus den Zimmer konnte man rausfahren über die Terrasse zum Frühstück und zum Abendbrot. In der Hotelbar bin ich immer rumgefahren, da hab ich einmal Frappe bestellt. Der kostet ungefähr vierhundert Drachmen. Tausend Drachmen sind ungefähr sechs Mark. Es gab zum Frühstück Tee oder Kaffee, Brot oder Brötchen, so Müsli, dann gab’s Quark. Einmal haben wir Häuser angeguckt, in Lindos. Da sind wir mit unserm Bus hingefahren. Da hat Jürgen aus Versehen die Stufen nicht gesehen, weil er so große Füße hat, und ich bin aus dem Rollstuhl gekippt. Da hab ich mir wehgetan. Einmal war ich, Judith und Birgit und der Ingo im Rodini-Park, da waren Löcher, Ziegen und Pfauen. Judith und Birgit wollten mich über das Loch hieven, äääh, den Bach ...da kamen zwei Männer, die haben mich über den Bach getragen, da hab ich zwei Backenkuesse gekriegt. Wir waren schon morgens früh mit Taxen und mit dem Bus zu diesem Bootshafen gefahren. Mandraki heißt der Hafen. Und dann sind bin ich aus dem Rollstuhl da rein gelaufen. Da konnte ich aber nicht gut sitzen, und bin zurück in den Rollstuhl. Einmal musste ich auf Gänseblümchen. Einer von den starken Männern hat mich vor die Tür getragen. Wir sind auf die Insel Symigefahren. Da sind wir ausgestiegen und spazieren gegangen. Wir sind, Judith und Birgit, die Gertrud und der Wolfgang mit dem Minibus zum Tsambika-Kloster, Jou! Das liegt auf einem Berg. Auf einmal hatte ich so Kopfschmerzen. Ich hab die Kellnerin gefragt, ob sie Kopfschmerztabletten hat, aber die sagte: "Nein, leider nicht." Der Mann saß gegenüber hat mir drei Stück Kopfschmerztabletten geschenkt. Ich hab eine genommen, dann ging’s. In dem Restaurant hab ich mit der Birgit Karten geschrieben. Dann kamen die anderen wieder runter und dann sind Birgit und Gertrud hochgelaufen. Der Wolfgang ist einmal mit Judith und einmal mit der Birgit hoch. "Guten Morgen" heißt "Kalimera", "Kalispera" ist "Guten Abend" und "Kalinichta" heißt "Gute Nacht", "sigasiga" heißt "langsam, langsam", "Danke" heißt "efcharisto", "bitte" heißt "parakalo". Mittwoch und Donnerstag waren wir schwimmen, der Jürgen und Judith und Birgit, die Hildegard, die Kirsti und Gertrud. Der Jürgen hatte einen Schwimmreifen festgebunden an diesen Sonnenschirm und ich war da drin. Zuerst hatte ich Angst gehabt , da hat der Jürgen gemeint: "Keine Angst, Emine. Du gehst nicht unter." Der Schwimmreifen war aber zu groß, und das Wasser war kalt. Da bin ich in die Sonne, hab den nassen Badeanzug ausgezogen. Nur in T-Shirt und Unterhose bin ich dann, da war ich so müde, da brauchte ich erst mal Schlaf. Dann hab ich mir von Birgit ein Sandwich holen lassen. Kekse , von Leibniz so die Tiere. Montag gab’s einen Griechischen Abend im Hotel. Da haben wir erst mal was gegessen. Tsatsiki , dann gab’s Fleisch am Spieß, so Eiersalat, Pittataschen. Und dann mir der Jürgen griechischen Tanz beigebracht. Da hat der fremde Mann mit mir getanzt - und der Martin!! Montag hab ich den Jens und die Susanne kennengelernt, die waren Urlauber, und die Frau von Neckermann. Die Frau war super, mit der konnte man gut. Einmal habe ich doch einen Mittagsschlaf gemacht , da bin ich zu dieser Bar, hab was bestellt, frappé oder was, nero, da hab ich was getrunken, da kam sie. Montag abend kam erst die Folklore, die haben so getanzt. Drei Männer, drei Jungs, nicht so hübsche, und drei Weiber, Frauen. Am Anfang haben die Jungs und Mädchen zusammen getanzt, dann haben die gewechselt, einmal die Jungs, einmal die Mädchen. Da hat die einen von den drei Mädchen gesagt: "Alle zusammen". Zuerst wollt ich auch mitmachen, da hat der Jürgen gesagt: "Wart, erst mal zugucken." Das war so witzig, die Leute haben sich an den Händen gefaßt und sind rumgelaufen, und ich hatte Angst, dass die ins Wasser fallen. Wo die Folklore weggegangen sind, hat der Jürgen mich genommen und hat mir griechischen Tanz beigebracht. Den Martin da hab ich noch gefragt: "Kann ich sie zum Tanz bitten?" Da hat er mich aus dem Rollstuhl genommen, dann hat er mit mir getanzt, Schneewalzer. Nach dem Tanz hat der Martin mich in mein "Postauto" gesetzt, da hat er gesagt: "Ich hätte nicht gedacht, dass du so gut tanzen kannst." Dann mussten wir die Tische abräumen, die mussten Schluss machen. Aber wir sind in den Park gegangen, da sind wir bis zwei Uhr nachts aufgeblieben. Wir sind erstmals den Gang entlang zum Flieger. Der Mann vom Flughafen hat noch gefragt, können alle laufen. Die Johanna kann nicht laufen. Die haben mich genommen , eine rechts und einer links reingelaufen, hab mich hingesetzt, hab mich mit dem Gurt zugemacht, Jürgen hat mir geholfen. Kirsti kann auch laufen. Für Johanna hatten die so ähnlich wie´n Rollstuhl, hingesetzt und reingeschoben. Mit dem normalen Rolli ist das zu eng. Am Anfang hab ich Angst vor dem Flugzeug gehabt, dann nach einer Weile ging´s. Im Flugzeug gab´s Fernseher. Die haben gezeigt so komische Gurte, wie die funktionieren. Wir haben so ne Tabelle gesehen, wo wir sind, wieviel Grad , wie schnell und wie hoch. Aus dem Fenster rausgucken? Na ja, es ging. Toiletten (Toilette ist Gänseblümchen) gabs. Was zu essen, was zu trinken. Die hatten so einen Tisch, wo man aufklappen konnte. Dann konnte man das Tablett auf den Tisch stellen. Es gab verschiedene Säfte, Kaffee gabs, Tee, so Saft, O-Saft. Das Essen war super, "endaxi"! Da gab´s Brot, Hähnchen gab´s, kaltes Hähnchen, uäh. Da hab ich das Fliegen-Lied "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos seiiiiiin!" Eine Frau hatte mir eine Sonnenbrille geschenkt, weil meine Sonnenbrille kaputt war. Am letzten Tag: Ich habe noch meine neue Sonnenbrille gesucht. Da war sie wieder aufgetaucht. Die lag bei Johannas Gepäck. Ich dachte, ich hätte sie verloren. Da kam der Jens und die Susanne, die haben mich heulen sehn, ich hab das gesagt mit der neuen Sonnenbrille. Auf einmal kam die Birgit mit der neuen Sonnenbrille angetanzt. Da war ich froh. Da hab ich zum Jens gesagt, wo der Bus stand: "So, jetzt muss ich aber los." Ich hab im Bus Tränen vergossen, weil’s so schön war. Zuerst die Kirsti, dann hab ich geheult. Da hab ich mit der Flasche gewedelt: "Jürgen, kommst du mal." Hihihi. Der hat das Wasser umgefüllt, damit ich was trinken kann, ich hatte kein Wasser, und dann hab ich "Jürgen, ich habe Duuurst! Gib schon her, Mensch." Wir mußten warten, weil der Flug Verspätung hatte. Da haben wir unsere Eltern benachrichtigt, daß wir später kommen und ich hatte keine Telefonkarte, das war Scheiße. Da hat der Martin zwei Telefonkarten gehabt. Da hat er erst geredet, dann hab ich geredet. Dann kam eine Frau zu uns vom Neckermann, die hat das mit den Rollis geklärt. Hintenrum gab´s so einen Weg, Am Krummbogen hat Birgit für mich ein Taxi gerufen. Aber meine Mutter hatte an der Tankstelle gefragt, wo der Krummbogen ist, da ist sie zum Krummbogen gefahren und hat mich abgeholt. Katja hat sich gewundert, ob das unser Auto sei oder vom fib. "Nee unsers." "Ah, so." Freitag Abend bin ich erschöpft ins Bett gefallen. Alles war "poli kala"! Eigentlich wollte ich
diesen Bericht in Türkisch und Deutsch erzählen.
Das Türkische kommt
irgendwann später!
|
Gutenbergstraße 27, 35037 Marburg
Telefon/Fax: 06421-686832