Weitsprung Gruppenreisen
Reise nach Kalifornien, 4.4.-19.4.2001

Tagebuch einer Traumreise

 

Mittwoch, 4.4.2001:

Ankunft  in SF (nach einem 12-stündigen Non-Stop-Flug) gegen 15.00 Uhr Ortszeit. Der Zeitunterschied zur MEZ beträgt 9 Stunden. Nachdem wir mit dem Shuttle zur Autovermietung gefahren wurden und nach einer halben Stunde in unserem Mietwagen sitzen, kommt auf dem vier- und fünfspurigen Freeway #101 gleich das Gefühl von Freiheit und Abenteuer auf. Es ist ungefähr 20.00 Uhr Ortszeit, als wir uns in Mel´s Diner zum Abendessen wiederfinden. Gleich geht es mit bekannten Plätzen los: hier wurde die berühmte Restaurant-Szene des Films “Harry und Sally” gedreht. Wer den Film noch nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt ansehen. Welche Filmszene gemeint ist, wird dann schnell klar! Mittlerweile haben wir eingecheckt und sind sehr gespannt auf das, was uns alles erwarten wird. Wir sind mittendrin!

 

Donnerstag, 5.4.2001:

Wir frühstücken in einem Café in der Van Ness Street. Das Wetter ist super. Wir werden heute eine Rundfahrt durch die Stadt , den sogenannten “Scenic 49”, machen. Wir sitzen superentspannt in unserem  Mietwagen, einem sogenannten “Van”. Armlehnen, viel Beinfreiheit, Tempomat, Klimaanlage und allerlei “technischer Schnickschnack” gehören zum Standard! Alles ist hier, in den USA, eben ein wenig “bigger and more confortable”. O.K., let´s go!

Am Hafen, Pier 39, machen wir einen größeren Stopp. Hier gibt es allerlei zu sehen: Fischerboote, eine Seehund-Kolonie, hunderte von Geschäften, Buden, Restaurants und Souvenier-Shops, sowie Straßenkünstler. Außerdem hat man von hier aus einen guten Blick auf die Golden Gate- sowie die Bay- Bridge, die Skyline der Stadt, die SF-Bucht, den Hafen und natürlich Alcatraz Island.

Nachdem wir nun einen ersten Blick auf die Golden Gate Bridge geworfen haben, können wir es kaum erwarten, hinzufahren. Durch “Presidio” geht es also zu einer der wohl bekanntesten Brücken der Welt. Wir laufen bis zum ersten Pfeiler und haben einen traumhaften Blick auf die Bucht und die Stadt SF. Unter uns tummeln sich Windsurfer im kalten Wasser des Pacific. Der starke Wind ist für diese “Wasserratten” wohl einfach zu verlockend. Im Wasser kann man Robben und Möwen beobachten. Die Bucht ist voller Segelboote. Der Rundweg mit dem Auto führt uns durch den Golden Gate Park. Hier gibt es einen riesigen Golfplatz, mitten in der Stadt. Einen Kaffee genießen wir in einem der zahlreichen “Starbuck´s Coffee” und sind zum Abendessen im “Hardrock-Café”. Hier hängen Bilder der Stones, Beatles, Elvis, goldene Schallplatten und zahlreiche Accessoires aus dem Musikgeschäft. Direkt über unserem Tisch hängt ein Brief von Brian Jones. Wir tauchen ein in den  “Rock ´n Roll” und seine Geschichte.

 

Freitag, 6.4.2001:

Heute beginnt der Tag mit einem Frühstück in einem winzigen Café, direkt an unserem Hotel. Es ist leider etwas regnerisch. Heute fahren wir über die Golden Gate Bridge zum “Muir-Woods”. Hier kann man durch einen Wald von Redwood-Bäumen laufen. Die sind bis zu 100 Meter hoch und werden 2000 Jahre alt. Nach dem interessanten Rundgang fahren wir weiter nach Point Reyes um uns die von Baja nach Alaska ziehenden Grauwale anzusehen. Den besten Blick hat man von einem Leuchtturm aus, der 350 Stufen unterhalb der gut rollstuhlzugänglichen oberen Ebene liegt. Von allen beiden Punkten kann man ein wunderbares Naturschauspiel beobachten: Die Grauwale und Seehunde, die sich im Wasser des Pacific tummeln,.

Auf der Rückfahrt kommen wir an mehreren historischen Farmen vorbei. Die sind vom Namen her alle nach dem Alphabet geordnet. Sie heißen z.B. “Historic A” Ranch, oder “B”-Ranch. Die Rückfahrt nach SF führt uns über Ritchmont nach Oakland und dann über die Bay Bridge. Gegessen wird wieder in Mel´s Diner.

 

Sa, 7.4.2001:

Gefrühstückt wird im Burger-King um die Ecke. Das ist für Hartgesottene. Das Lokal ist schön, aber Fast-Food zum Frühstück.....??

Nach dem Frühstück fahren wir uber die Golden Gate Bridge ins Nappa Valley. Das Nappa Valley ist ein großes Weinanbaugebiet. Die Weingärten sind riesig und die zu den Weingütern gehörenden Anwesen gleichen Schlössern. Der Wein wird in der Ebene angebaut und anhand einer Karte, die es in der Touristeninformation zu kaufen gibt, kann man gezielt die Anbaugebiete bestimmter Rebsorten aufsuchen oder eine Führung durch ein Weingut wahrnehmen. Auch Verkostungen werden angeboten. Wir ziehen es vor, die Landschaft beim Durchfahren zu genießen und steuern den Ort Callistoge an. Dieser Ort hat sich einen gewissen Wildwest-Charme erhalten. Die Portion Spare Ribs, die ich mir bestellt habe,  würde sicherlich auch gut für zwei Personen reichen.

Nach einer wunderschönen Rundfahrt durch das herrliche Nappa-Valley, bei strahlendem Sonnenschein, kehren wir zurück nach SF. Diesmal wählen wir den Weg über die Bay-Bridge, vorbei an Berkley, Oakland und Ritchmond, und fahren durch  SF bei Nacht zum Aussichtspunkt Twin Peaks. Von hier hat man einen traumhaften Blick auf die SF-Bay bei Vollmond (das Bild ist im Fotoalbum zu sehen). Wir fahren über den Almond-Place mit seinen schönen, viktorianischen Häusern, zurück zum Hotel und sind uns einig, einen wunderbaren Tag erlebt zu haben.

Sonntag, 8.4.2001:

Sonntagsfrühstück ist angesagt, und wir finden ein fantastisches Frühstückslokal in der Nähe des Yachthafens. Eine ziemlich vornehme Gegend. So wie es hier in Amerika üblich ist, werden wir von einem Kellner begrüßt. Der Kellner weist uns einen Platz zu und dann kann es losgehen.

Wir sitzen im Freien, auf dem Gehweg. “Schön, daß es heute so windstill ist”, sagt der freundliche Kellner, “aber andererseits sei das auch Erdbebenwetter.” Tja, dessen, daß man mitten auf zwei sich bewegenden Kontinentalplatten lebt,  ist man sich hier in SF sehr bewußt. Jederzeit kann es wieder ein größeres Erdbeben geben. 1906 hatte das letzte große Erdbeben die Stadt zum großen Teil zerstört. Alles, was nicht einstürzte, wurde von einem gewaltigen Feuer verschlungen. Bereits vier Jahre später war von den immensen Zerstörungen nichts mehr zu sehen, und SF lud die Welt zur Weltausstellung 1915 ein.   

Frisch gestärkt fahren wir zur Fisherman´s Warft, und genießen die Angebote. Zum Mittagessen laden unzählige Fischlokale ein. An Imbißständen werden leckere Meeresfrüchte angeboten (Hummer, Krebs, Krabben, Muscheln- in allerlei Variationen zubereitet).

Der Bummel führt uns zu einer Endstation der legendären Cable Car. Wir steigen heute noch nicht ein, denn es hat sich eine sehr lange Schlange wartender Touristen gebildet. Peter läßt einen Straßenkünstler eine Karikatur von sich anfertigen. 

In einer ehemaligen Dosenfabrik (Cannery) finden wir Ruhe und genießen einen starken, amerikanischen Kaffee.

Frisch und erholt setzen wir unsere Erkundungstour fort. Unser nächstes Ziel heißt Chinatown. Hier heißt es erst mal “sich auf eine völlig andere Umgebung einstellen”. Die Gebäude sehen ganz anders aus, die Lebensmittelgeschäfte bieten Waren, die wir noch nie gesehen haben und die Zeitungen sind fast ausnahmslos in chinesischer Schrift geschrieben. Mit englisch kommt man nur noch leidlich voran. Chinatown-SF ist die größte zusammenhängende chinesische Gemeinde außerhalb Chinas. Nur 40% der hier lebenden Chinesen sprechen fließend englisch. Das Abendessen genießen wir natürlich in einem chinesischen Lokal. Wir sitzen an einem großen, runden Tisch und bestellen Speisen, von denen wir hoffen, daß es uns vertraute Gerichte sind. Gar nicht so einfach, denn die Speisekarte ist “natürlich” in chinesisch geschrieben und notdürftig ins englische übersetzt.

 

Montag, 9.4.2001:

Der Tag beginnt mit einem Spaziergang zur City Hall von SF. Wir bewundern das schöne, riesige Gebäude. Eigentlich wollen wir Tageskarten für den öffentlichen Nahverkehr besorgen. Mitten im Staunen lernen wir einen freundlichen Mann kennen, der uns anspricht. Er sitzt im Rollstuhl und gibt uns nützliche Hinweise zur Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs in SF. Als er sich verabschiedet, gibt er Johanna seine Karte. Wie sich herausstellt, haben wir den Behindertenbeauftragten von SF kennengelernt. Sein Büro liegt der City Hall genau gegenüber. Nicht schlecht!

Mit dem Bus fahren wir zum Union Square, dem Stadtzentrum und Endstation der Cable Car. Johanna und Katja gehen etwas shoppen. Martin, Wolfgang und Peter ziehen es vor, endlich einmal die Cable Car auszuprobieren. Los geht es! Wir fahren bis in die Nähe des Fisherman´s Warft und sind begeistert von der noch funktionierenden Technik dieses Verkehrsmittels.

Wir treffen einander gegen 15.00 Uhr wieder und fahren erneut nach Chinatown, um den Stadtteil bei Tag zu erleben. Es ist einfach klasse, den Kitsch und die Kunst  zu betrachten, und sich mit allerlei Nützlichem oder Originellem einzudecken.

Wir lassen den Tag revue passieren bei einem Abendessen in Mel´s Diner.

 

Dienstag, 10.4.2001:

Heute beginnen wir den Tag mit einem Frühstück im Atrium unseres Hotels. Auf dem Tagesprogramm steht die Fahrt  auf dem Highway #1 nach Big Sur. Bereits als wir SF verlassen, wird es spannend, denn wir sehen die ersten Surfer im Pazifik.  Zwar sind die Wellen heute nicht allzu hoch, doch es ist einfach faszinierend zuzusehen, wie die Sportler auf “die Welle” lauern.

Bei Big Sur ändert sich die Landschaft: Befuhren wir bis jetzt einen wenig bewaldeten aber grünen Küstenstreifen immer nahe am Pazifik, durchfahren wir nun teilweise dichte Waldstücke. Noch immer bewegen wir uns nahe der Steilküste. Hier haben sich wohlhabende Amerikaner niedergelassen. Die Anwesen sind von der Straße aus nicht zu sehen. Immer wieder kommen wir an Feldwegen vorbei, an denen viele Briefkästen stehen. Eindeutige Indizien dafür, wie viele Menschen hier wohl leben.

Auf dem Rückweg halten wir in Carmel by the Sea. Hier war Clint Eastwood einmal Bürgermeister. Das Stadtbild wird geprägt von lauter unterschiedlichen , kleinen Häusern. Alles wirkt wie eine Märchenstadt.

Wir befahren danach einen Teil des alten Highway #1. Von hier fahren wir zum Sunset St.Beach, um den Sonnenuntergang zu sehen. Zeitlich hat alles prima geklappt: wir sind gegen 10.00 Uhr aufgebrochen, haben etwa eine halbe Stunde den Surfern zugesehen, dann etwa eine Stunde Mittag gemacht, waren gegen 16.00 Uhr in Big Sur, sind gegen 17.30 Uhr in Carmel gebummelt und waren pünktlich zum Sonnenuntergang (gegen 20.00 Uhr) am Sunset St. Beach. Wir essen chinesisch in Santa Cruz und sind gegen 23.00 Uhr zurück im Hotel.

 

Mittwoch, 11.4.2001:

Der heutige Tag beginnt im Zimmer von Katja und Johanna, die uns zum Frühstück eingeladen haben. Wolfgang, Peter und Martin folgen der Einladung gern, und der Tag wird gemeinsam geplant. Wir werden uns zunächst die viktorianischen Häuser noch mal bei Tag ansehen, und fahren dann zum Ansel Adams Museum. Ansel Adams war ein Fotograf, der in den 20er Jahren durch Amerika zog, und unglaublich schöne Landschaftsaufnahmen in schwarz/weiß machte. Wie wir feststellen müssen, ist der Ausstellungsort zwar nach dem berühmten Fotografen benannt, jedoch werden die Arbeiten verschiedener Fotografen ausgestellt. Es ist zwar schön, auch andere Werke bewundern zu können, jedoch bleibt dadurch natürlich weniger Ausstellungsfläche für die durchweg phantastischen Werke des “Meisters” übrig.

Wir entspannen ein wenig im nahegelegenen Yerba Buena Garden. Von hier hat man einen guten Blick auf das Museum of Modern Art.

Heute ist der letzte Tag in SF, und wir gönnen uns ein Essen in einem guten Fischlokal am Fisherman´s Warft. Unser Tisch erlaubt uns einen berauschenden Blick auf die SF-Bay und die Golden Gate Bridge.  Nach dem Essen fahren wir zum Coit Tower um noch einmal einen herrlichen Blick auf die Stadt zu genießen. Gegen Abend finden wir jenseits der Golden Gate Bridge einen wunderbaren Aussichtspunkt auf die Stadt und etwas weiter auf den Sonnenuntergang.

Katja erfüllt sich auf der Rückfahrt einen Wunsch: Sie setzt sich ans Steuer des Autos und überquert die Golden Gate Bridge. Wieder ist ein Traum wahr geworden!

Morgen werden wir in aller Frühe nach Los Angeles(LA) aufbrechen. Wir sitzen wieder bei Johanna und Katja zusammen, gönnen uns noch ein paar Bierchen, und lassen diese großartige Stadt noch mal in Erinnerungen vorüberziehen. Wir freuen uns auf LA, sind aber gleichzeitig traurig, SF zu verlassen.

 

Donnerstag, 12.4.2001:

Wir brechen um 9.30 Uhr auf nach LA. Bei Santa Cruz  machen wir eine Pause in einem mexikanischen Restaurant. Der Laden ist voll, es ist Mittagszeit. Die Gegend wird landwirtschaftlich genutzt, die Landarbeiter machen Pause. Die Obstfirma “Dole” hat hier z.B. einige Plantagen und Obst-verarbeitende Fabriken. Das Essen ist scharf und gut. Hier essen Peter und Martin ihr erstes T-Bone Steak in Kalifornien. Lecker!!

Das Wetter ist super, und immer dann, wenn ´mal kein Stau ist, kommt der Tempomat zum Einsatz: Geschwindigkeit wählen, Fuß vom Gaspedal und dann einfach “laufen lassen”, auf dem Highway #101. Die Klimaanlage sorgt für angenehme Innenraumtemperaturen, und aus dem Radio klingen bekannte Pop-Songs.

Hinter Santa Barbara wechseln wir auf den Highway #1. Hier sehen wir im Vorbeifahren gen Norden ziehende Grauwale im Pazifik.

Dann durchfahren wir Malibu, die Spannung steigt.

Gegen 20.30 Uhr kommen wir in LA/Santa Monica an. Das Hostel, in dem wir hier wohnen, ist wenige Meter vom Santa Monica Pier entfernt. Als Katja und Martin noch ein Bier trinken gehen, so gegen 23.00 Uhr, ist es bereits überall etwas ruhig. Tja, nach dem tollen Nachtleben in SF ist das nicht so, wie wir es erwartet hätten. Wir freuen uns auf den morgigen Tag!

 

Freitag, 13.4.2001:

Es ist Karfreitag. Hier ist allerdings kein Feiertag. Überhaupt deutet wenig auf Ostern hin. Wir haben lange geschlafen und bummeln nach dem Frühstück zum Santa Monica Pier. Hier sind allerlei Buden, Verkaufsstände, Aktionskünstler, ein Vergnügungspark und Restaurants untergebracht. Überall auf dem Pier ist Angeln erlaubt. Wir genießen den Blick auf das freie Meer, und den endlos erscheinenden, breiten Sandstrand. Während wir einigen Anglern zuschauen, wird es um uns herum unruhig. Menschen deuten in eine Richtung auf das Meer. Mehrere Delphine haben sich vor dem Pier versammelt und scheinen zunehmend Gefallen daran zu finden, die staunenden und begeisterten Menschen mit ihren Kunststücken zu unterhalten.

Wir schlendern den Pier zurück und gehen am Strand in Richtung Venice-Beach. Am Strand herrscht reges Sporttreiben. Hier zählt nur sehen und gesehen werden. Körperkult ist absolut angesagt. Allerlei Turn- und Spielgeräte stehen am Strand, und dienen der “körperlichen Ertüchtigung.”

Noch etwas erschöpft von der gestrigen Autofahrt machen wir nachmittags eine Pause. Am frühen Abend schauen wir uns die Einkaufsstraße 3rd Street an. Das ist eine bunte Fußgängerzone in der Nähe des Hostels.

Beim Abendessen beschließen wir, morgen nach Hollywood zu fahren.

 

Samstag, 14.4.2001:

Als allererstes buchen wir für morgen eine Busfahrt nach San Diego, zu Sea-World. Es gibt für Hostel-Bewohner einen ermäßigten Preis. Den nehmen wir wahr, denn wir haben alle keine Lust, am Sonntag mit dem eigenen Auto eine so lange Fahrt zu machen.

Dann suchen wir eine Pharmazie, denn Wolfgang hat Zahnschmerzen bekommen. Eine ideale Gelegenheit für alle, sich mit Vitaminen einzudecken. Hier in USA kosten Multivitaminpräparate einen Bruchteil dessen, was sie bei uns in Deutschland kosten. Es gibt eine gute Auswahl.

Dann geht es über den Rodeo Drive direkt zum Sunset Boulevard. Hier parken wir natürlich, laufen über den Walk of Fame und bewundern die berühmten Namen in den Steinplatten vorm Chinese Theatre..

Danach geht es nach Beverley Hills. Wir sehen uns die Wohnhäuser der Reichen und Berühmten an. Außerdem sehen wir das erste Mal den Hollywood-Schriftzug.

Wir durchfahren den Griffith-Park, und steuern das Observatorium an. Hier wurde eine Filmszene mit James Dean gedreht. Eine Büste erinnert daran. Vom Park aus hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt, und den Hollywood-Schriftzug.

Im Inneren des Observatoriums gibt es eine Art Sternenkundemuseum. Verschiedene Shows werden angeboten, die wir jedoch nicht ansehen. Allein die ausgestellten Exponate und Erklärungen sind sehr spannend.

Danach fahren wir weiter Richtung Flughafen LA (LAX), und kehren von dort über Venice-Beach zurück nach Santa Monica. In Venice essen wir in einer schönen Barbecue-Bar im Freien, und schauen den vorbeiziehenden Menschen bei allerlei verrückten Dingen zu (Beispielsweise läuft ein Mann mit einer großen Schlange um den Hals herum. Er läßt sich mit Passanten mitsamt seiner Schlange fotografieren und möchte dafür Geld). Tja, irgendwie muß hier jeder ziemlich genau sehen wo er bleibt.

 

Sonntag, 15.4.2001:

Wir haben eine Busfahrt nach San Diego zu Sea World gebucht. Das Wetter ist super und in Sea World angekommen, studieren wir zunächst den Plan der Anlage. Es sind verschiedene Tier-Shows geplant. Wir beginnen mit der Seehund-Show, eine sehr amüsante und beeindruckende Vorstellung. Als “Gaststars” treten auch ein Otter und ein Seeelefant auf. Danach sind wir zu Gast bei Shamu, dem Killerwal. Die gesamte Vorführung wird begleitet vom begeisterten Jubel der Zuschauer, insbesondere der Kinder. Die ersten 16 Reihen werden während der Vorstellung naß vom Spritzwasser, und zwar ziemlich naß. Das stört aber keinen hier, im Gegenteil, die Menschen treten bis an den Beckenrand heran. Das ist eine etwa ein Meter hohe Glaswand, durch die man den Riesen unter Wasser schwimmen sehen kann. Die Kunststückchen, die die Tiere gemeinsam mit ihren Trainern vorführen, sind unglaublich beeindruckend. Die Show ist wie im Flug vorbei.

Danach schlendern wir noch etwas über das Gelände. Wir sehen uns das Haiaquarium an. Hier geht man durch eine Röhre direkt durch das Haibecken, unter den furchterregenden und majestätisch dahingleitenden Tieren hindurch.

In einem anderen Becken tummeln sich Rochen. Am Rand ist das Wasser so flach, daß man die Tiere unter Wasser streicheln kann.

Im Delphinbecken kann man die zutraulichen Meeressäuger streicheln und wir stimmen uns ein auf die Delphin-Show.

 

Montag, 16.4.2001:

Für heute ist die Fahrt zum Joshua-Tree Nationalpark geplant. Wir halten auf dem Weg dorthin an einem Outlet an. Das ist eine Art “Einkaufsstadt”, mitten im “Nichts”, verkehrsgünstig an der Autobahn gelegen. In angenehmer Atmosphäre bummeln wir in unzähligen Geschäften. Alle großen Markenfirmen sind mit eigenen Läden vertreten. Teilweise kann man gute “Schnäppchen” machen. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Wir haben die Wahl zwischen den Küchen der verschiedensten Nationen.

Frisch gestärkt geht es weiter Richtung Nationalpark. Wir durchfahren ein riesiges Areal mit tausenden von Windrädern.

Die Landschaft wird immer trockener und bald erscheinen die ersten Joshua-Trees. Im Nationalpark angekommen, warnt ein Schild davor, Kojoten zu füttern und Klapperschlange zu übersehen. Wir werden an einem Warteplatz von einem “Pilot-Guide“ in Empfang genommen, und die ersten Meter in den Nationalpark im Konvoi geleitet. Nach etwa 5 km fahren wir alleine weiter und begegnen einem am Wegesrand stehenden Kojoten. Die Landschaft ist unglaublich schön und bizarr. Wir fahren auf einen Aussichtspunkt, von dem man bei klarer Sicht bis weit nach Mexico hineinsehen kann. Außerdem sieht man auf die Golfplätze von Palm Springs. Uns umgibt die schier unendliche Weite dieser Landschaft, die als Kulisse für einen Western dienen könnte.

 

Dienstag, 17.4.2001:

Heute fahren wir in die legendären “Paramount-Filmstudios.” Die Sonne scheint,  wie jeden Tag hier in LA. Wir bekommen eine gute, etwa zweistündige Führung. Wir erfahren unter anderem, daß Paramount an Filmen wie “Titanic” und “Forrest Gump” beteiligt ist. Wir dürfen in Produktionsstudios hineinschauen und erleben ein “Casting” (Hier stellen verschiedene Künstler ihre Talente vor. Eine Jurie entscheidet dann, wer eine bestimmte Rolle bekommt.)

Auf dem Parkplatz ist eine riesige Leinwand aufgebaut; der Himmel des Films „Die Trueman Story“

Die Parkplatzfläche vor dieser Leinwand liegt etwas tiefer. Wir erfahren, daß man hier Wasser einlassen kann, um Szenen zu drehen, die auf dem Wasser spielen.

In einer Ecke des Geländes sind mehrere Straßenzüge der Stadt New York (Manhattan) originalgetreu nachgebaut. Die Fassaden sehnen täuschend echt aus. Wenn man in die Häusereingange hineingeht, und hinter die Wände sieht, erkennt man leicht, daß es sich lediglich um Kulissen handelt. Derzeit dürfen keine Fotos gemacht werden, weil die Fassaden für einen Film mit Robert de Niro hergerichtet wurden. In den Straßen stehen alte Autos, die merkwürdige, nach Gasbrennern aussehende- Geräte im Inneren haben. Sicherlich alles für dem geplanten Film.

Tja, stundenlang könnte ich noch von den Details weiterschwärmen, doch ich denke, das sollte sich jeder mal selbst angesehen haben.

Das letzte Abendessen genießen wir in dem uns bereits bekannten Strandlokal am Venice-Beach. Heute wird es nicht allzu spät werden, denn wir müssen bereits gegen 3.00 Uhr morgens aufstehen, um das Flugzeug nach Frankfurt (über Washington) zu bekommen.

 

Mittwoch, 18.4.2001:

Der Flug verläuft gut und wir sind froh, daß wir diesmal eine Zwischenlandung (Washington) haben. Zwar wird die Reisezeit dadurch länger, doch wir haben Gelegenheit, uns zwischendurch noch etwas zu bewegen. Auf großen Strecken der Flugroute ist keine Wolke am Himmel, so daß wir sozusagen einen Sightseeing-Flug über wunderschöne Teile der USA gratis bekommen (Rocky Mountains, Lake Powell, Grand Canyon, Monument Valle, und, und, und...).

Am 19.4.2001 landen wir gegen 7.00 Uhr Ortszeit in Frankfurt. Es fühlt sich an wie ein schöner Traum, den wir gemeinsam erlebt haben. Ich habe große Lust mal wieder hinzufliegen!

 

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