Weitsprung-Gruppenreisen
Kreta, 18.5.-1.6.2001
Freitag, 18.5.2001:

Wir treffen uns am Frankfurter Flughafen, Abflughalle Terminal 1B, Informationsschalter 1, um 12.00 Uhr. Das Wetter ist sehr schlecht, es ist kalt, -regnet leicht und es geht ein kühler Wind. Kaum zu glauben, daß wir in Kürze am Meer und in der Sonne sein werden.

Mehrere „Weitsprung-Urlauber sind noch nie geflogen und natürlich etwas aufgeregt. Es reisen mehrere Neukunden mit; manche waren noch nie im Urlaub!

Der Flug ist angenehm. Als wir nach drei Stunden Flug im warmen Kreta auf dem Flughafen der Stadt Heraklion landen, sind alle Bedenken und Ängste, die es vielleicht am Anfang noch gab, verflogen.

„Wie immer“ werden wir am Flughafen vom Veranstalter in Empfang genommen und mit einem Reisebus in unser Hotel gefahren.

Samstag, 19.5.2001:

Am heutigen Tag steht die Erkundung des Hotels und seiner direkten Umgebung auf dem Programm. Martin und Jürgen holen den Mietwagen vom Flughafen ab und erledigen ein paar Besorgungen für die Gruppe.

Julia, Birgit, Constanze und Katharina gehen morgens auf den Wochenmarkt am Hafen von Heraklion. Der ist riesengroß und superspannend. Lautstark preisen die Händler eine unglaubliche Vielfalt von Waren an. Da sind die Bauern, die ihr Obst, ihr Gemüse, ihre Blumen, Kräuter, Honig, Wein, Schnaps, Eier, lebende Tiere und Fleisch verkaufen. Die Fischer, die ihren fangfrischen Fisch anbieten. 

Fliegende Händler mit Sonnenbrillen, „garantiert echten“ Markenuhren, selbstgebrannten Cd´s, allerlei Spielzeug, Werkzeug und Haushaltsartikeln.

Zigeuner preisen Kleidung und Schuhe an. Ein geräuschvolles und buntes Treiben, daß die Sinne berauscht und den Betrachter mitreißt.

Des Nachmittags sind wir fast alle wieder zurück im Hotel. Diejenigen, die bereits einen kleinen Ausflug unternommen haben, ruhen sich aus und lassen die Vielfalt neuer Eindrücke auf sich wirken.

Das geht sehr schön los mit dem Urlaub.

P.S.: Ach so, und das Wetter natürlich: es ist super! Sonne, Wärme und eine leichte Brise vom Meer! 

Sonntag, 20.5.2001:

Der Ausflugsrhythmus beginnt:

Die BegleiterInnen haben drei verschiedene Angebote. Hier können die Reisenden nun nach Herzenslust beginnen, ihre Ausflüge zu planen. Wie die Angebote im Einzelnen aussehen, kann man der angefügten Tabelle gut entnehmen. Die Angebote lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:

1.Angebot: Ein Tagesausflug (meistens mit dem gemieteten PKW)

2.Angebot: Ein begleiteter Ausflug in die nähere Umgebung (in der Regel ein Halbtagesausflug)

3.Angebot: Ausnutzen der Hotelanlage (Animation, Poolbar, Strand). Einfach Menschen im Hotel kennenlernen oder ´mal für sich sein und „abhängen“.

Nach dem Besuch des Klosters, der für uns alle sehr bewegend war, machten wir noch eine Pause im kleinen Töpferort Margarites. Dort gibt es sehr schöne, handgearbeitete, Keramik  zu annehmbaren Preisen.  Wer hier kein Souvenir findet, dem wird nur noch schwer zu helfen sein.

Montag, 21.5.2001:

Heute haben Eleni und Kostantino Namenstag. Das  ganz besondere daran: Dieser Namenstag wird im Kloster Arkadi ganz groß gefeiert. Alle wichtigen Geistlichen und Prominenz aus Politik und Gesellschaft werden erwartet.

Die Feier findet in Form einer orthodox, christlichen Liturgie statt. Diese wird von 8.00-11.00 Uhr zelebriert. Danach findet ein Kirchenfest, eine sogenannte Panijieri statt. Um das mitzuerleben fahren wir heute nochmals nach Arkadi.

Dienstag, 22.5.2001:

Der Tagesausflug wird heute einige Reisende auf die berühmte Lassithi-Hochebene führen.

Die Lassithi-Hochebene ist ein in etwa 800m über dem Meeresspiegel gelegenes fruchtbares Hochland in Zentralkreta.

Mittwoch, 23.5.2001:

Höhepunkt des heutigen Tages wird die Schifffahrt vom malerischen Hafen Agios Nikolaos zur Insel Spinalonga sein. Die Insel Spinalonga wird dominiert von einer beeindruckenden venezianischen Festungsanlage. Später wurde sie von den Türken militärisch genutzt. Traurige Berühmtheit erlangte die Insel Ende des 19.Jahrhunderts: Die gesamte Insel war Sperrgebiet, und Leprakranke aus ganz Griechenland wurden auf die Insel verbannt. Erst mit Entdeckung eines Serums gegen Lepra wurde die Kolonie aufgelöst, und wird derzeit als Freilichtmuseum wieder hergerichtet. Das Museum soll für alle Zeiten ein Mahnmal für das Furchtbare sein, was hier am Anfang des 20.Jahrhunderts passierte. Kranke wurden ihren Freunde, Verwandten und Familien entzogen und auf die Insel verbannt. „So etwas darf nie wieder geschehen“, bekommt man von dem fachkundigen Reiseleiter erzählt. Dieser verweist aber zugleich auf die Gegenwart, und das Problem der Diskriminierung in vielen Bereichen. Er unterstreicht, das viele Menschen immer wieder daran erinnert werden müssen, daß Ausgrenzung unmenschlich ist.

Donnerstag, 24.5.2001:

Heute werden wir in die Hafenstadt Hania fahren. Hania liegt im Westen Kretas, in dem Teil, der wesentlich einsamer und ruhiger ist als der Osten. Auch landschaftlich gibt es große Unterschiede zwischen dem Ost- und dem Westteil Kretas. Der Westen ist viel grüner und die Ortschaften liegen weit auseinander. Wir fahren durch Pinienwälder und es riecht nach Harz und Kräutern.

In Hania fahren wir in die berühmten Markthallen, die den Markthallen von Marseille nachempfunden sind. Jeden Tag werden hier die schönsten Waren angeboten. Ein bunter Mix aus Kräutern, Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Kurzwaren, Souvenirs und allen möglichen ländlichen Erzeugnissen wie Honig, Wein, Schnaps und Süßwaren. Es gibt kleine Tavernen inmitten der Markthallen, in denen man die frischen Waren, die überall angeboten werden, lecker zubereitet genießen kann.

Nach dem kurzweiligen Bummel durch die Markthallen, verweilen wir am wunderschönen kleinen Hafen. Hier stärken wir uns in einer Taverne, tauschen unsere Eindrücke aus und lassen beim Blick auf den Hafen „die Seele baumeln“. Nun fühlen wir langsam, was das bedeuten kann.

Freitag, 25.5.2001:

Der heutige Tagesausflug wird uns in die Hafenstadt Rethymnon führen. Eine gewaltige venezianische Festungsanlage beherrscht das malerische Bild des Hafens.

In den kleinen Gassen der Altstadt läßt es sich hervorragend bummeln, und in den zahlreichen Tavernen kann man vorzüglich speisen. Immer in der bereits als selbstverständlich empfundenen gastfreundlichen Atmosphäre.

Samstag, 26.5.2001:

Zum zweiten Mal in diesem Urlaub, so wie bereits am Dienstag, werden wir die Lassithi-Hochebene mit dem Mietfahrzeug erkunden. Es wird wieder ein sehr schöner Ausflug mit viel Gelegenheiten an schönen, ursprünglichen Tavernen anzuhalten und sich mit allerlei hübschen Stickereien und Weberein einzudecken.

Auf unserem Weg zur Hochebene sehen wir am Himmel drei Gänsegeier kreisen. Hier ist vor einigen Jahren eine kleine Population heimisch gemacht worden. Die riesigen Greifvögel kreisen majestätisch in den endlos erscheinenden Himmel über dem gewaltigen Dikti-Gebirge.

Außerdem werden Ursula und Birgit auf den Wochenmarkt in Heraklion gehen.

Sonntag, 27.5.2001:

Wegen der großen Nachfrage wird die Schifffahrt von Agios Nikolaos nach Spinalonga heute wiederholt.

Außerdem werden einige Formel 1 Begeisterte Michael Schumacher die Daumen drücken beim großen Preis von Monaco.

Montag, 28.5.2001:

Die Schifffahrt wird wegen der großen Nachfrage nochmals wiederholt.

Dienstag, 29.5.2001:

Stadtbesichtigung Rethymnon und abends erleben wir einen kretischen Abend im Hotel „Arolithos“.

Mittwoch, 30.5.2001:

Stadtbesichtigung Hania.

Donnerstag, 31.5.2001:

Einkaufsbummel in Amoudara und Heraklion um Souvenirs für Zuhause zu besorgen. Der Urlaub neigt sich leider seinem Ende entgegen.

Freitag, 1.6.2001:

Leider Abreisetag.

Weitsprung
Reiseberatung für Behinderte, Nichtbehinderte und Senioren

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