Weitsprung-Gruppenreisen
Norwegen, 5.8.-19.8.2000

Hallo Ihr Lieben!                                              

Hier ist ein erster Reisebericht für Euch. Heute, am Dienstag, scheint die Sonne an einem strahlend blauen Himmel und es weht ein „warmer Wind“ (na ja, das was man hier als  warm bezeichnet!).

Wir werden uns heute einen windgeschützten Strand suchen und dann ein ausgedehntes Picknick machen.

Samstag, 5.8.2000, Flughafen Ffm., 17.30 Uhr. Einchecken am Lufthansa-Schalter. Es handelt sich um einen Charterflug mit einer Lufthansamaschine. Der Check-In dauert ca.2 Stunden, es wird langsam knapp für unsere Maschine. Wir werden mit einem Elektromobil an den Flugsteig gefahren. Der Fahrer begleitet uns in die Maschine. Er ist sehr nett und beschleunigt alles sehr. Martin wurde wegen eines Laptop noch mal gründlich auf eventuellen Sprengstoff in dem Computer durchsucht.

Die Maschine:  Eine Boeing 737, wirkt ganz schön klein. Der Flug ist ruhig. Ankunft in Kiruna/Nordschweden um 23.30 Uhr. Erster Schreck: Ein Gepäckstück von Cordelia fehlt. Die erforderlichen Formalitäten werden am SAS-Schalter geklärt und das Auto von Europcar wird in Empfang genommen. Dann geht es gegen 24.00 Uhr los Richtung Norwegen. Es ist noch dämmrig. „Dunkel“ wird es zwischen 1.00-2.30 Uhr, aber auch nicht richtig. Auf dem Weg sehen wir tatsächlich ein paar Elche (oder sind es Rentiere?) an der Straße stehen. Die Straßen schrauben sich an der Staatsgrenze zwischen Schweden und Norwegen beständig hoch. Wir kommen an die Grenze. Es ist kein Zöllner zu sehen. Am Straßenrand liegt Schnee. Alle hinten im Auto schlafen. Martin und Cordelia wechseln sich mit dem Fahren ab. Es ist eine sehr lange Strecke. Bis jetzt war die Straße wenigstens gerade und gut zu befahren. Nun wird sie langsam kurvig und insgesamt etwas schlechter im Zustand. Das drückt die Durchschnittsgeschwindigkeit ganz gewaltig. Wir haben insgesamt 350km zu bewältigen. Das heißt Ankunft 5.30-6.00 Uhr am Zielort (Andoy Friluftssenter) auf den Vesteralen.

Der Schlüssel steckt in der Tür, wir können gleich in unsere Hütte. Der Schock ist groß: Die Hütte ist viel zu klein für sechs Personen für 14 Tage. Frühstück um 7.00 Uhr, Nigel kennenlernen und dann mit ihm über die Situation reden. Er ist einsichtig, wir finden eine Lösung. Es wird uns noch eine Hütte zur Verfügung stehen. Damit ist genug Platz für alle. Die zweite Hütte ist ab 14.00 Uhr zu beziehen. Obwohl wir alle supermüde sind, sind wir aufgedreht genug um noch wach zu bleiben. Das Zeitgefühl ist völlig durcheinander gekommen. Peter, Elisabeth und Martin machen einen ausgiebigen Spaziergang während Erhard und Regina sich ausruhen. Cordelia erkundet die Gegend alleine. 

Nachdem wir die zweite Hütte bezogen haben, steigt die Stimmung bei allen schlagartig. Nun kann der Urlaub so richtig losgehen.

Wir machen einen Ausflug mit dem Auto und lernen die erste Schotterstraße kennen. Außerdem essen wir „Multibeeren (natürlich kann man sie auch „Multebeeren“ nennen) und Heidelbeeren. Die Beeren, die Elisabeth uns noch am Morgen als Blaubeeren vorgestellt hatte (sie schmeckten gar nicht so schlecht...), kennt Cordelia als alte Skandinavien-Spezialistin nicht; „wahrscheinlich giftig“ sagt sie. Na, mal sehen.

Wir schauen uns Risoham (oder Rüsselsheim?!?) an, ziemlich tot alles, heute am Sonntag.

Abends gehen wir noch auf dem Gelände, auf dem wir wohnen, in das Restaurant und essen eine Köstlichkeit, die uns Nigel zubereitet. Es ist nicht viel los auf dem Campingplatz. Die Leute, die hierher kommen, bleiben eigentlich immer nur ein-, bis zwei Tage wohnen.

Es kommt uns allen so vor, als seien wir bereits mehrere Tage hier auf den Vesteralen.

Montag, 6.8.2000 geht es erst nach Sortland. Dort wechseln wir Geld, kaufen ein (bringen allerdings die sechs Dosen Bier für 141,- Kronen wieder zurück. Als wir das Preisschild am Regal sahen, dachten wir es sei der Preis für alle sechs Dosen. Weit gefehlt! Eine Dose (0,33l) kostet ca. 8,-DM.

Nach einem Kaffee fahren wir nach Nyksund (einer verlassenen Stadt, es soll angeblich eine Geisterstadt sein) und stellen fest, das es dort sehr wohl wieder Menschen gibt, die versuchen die Häuser wieder aufzubauen, und auch ein Café und eine Pension betreiben.

Abends dann ein gemeinsames Essen, das Martin zubereitet hat (Tüten!!!) und dann Entspannung. Martin geht um 22.30 Uhr joggen. Da ist es immer noch normal hell draußen. erst gegen 1.00 Uhr nachts wird es langsam etwas dunkler und gegen 3.30 Uhr wird es wieder hell.

Morgen, Dienstag den 8.8.2000 werden wir nach Andenes fahren, um von dort aus einen Ausflug, mit einen Forschungsschiff, zu den Walen zu machen.

Nigel gibt noch Tipps zu einer Fahrt mit der Hurtig-Linie (günstige Sonderaktionen, es muß mindestens einen Tag im Voraus gebucht werden, telefonisch kann er, während wir frühstücken, bestellen.)

Außerdem gibt er Tipps zum Angeln. Eventuell wird es, Dank seines Engagement, dazu kommen, daß wir einen Lachs aus dem Meer herausholen.

Dienstag, 8.8.2000: Um 10.30 Uhr soll es mit dem Boot aufs offene Meer gehen. Von Andenes aus startet regelmäßig eine „Walsafari“. Frühstück um 7.30 Uhr, Abfahrt nach Andenes um 8.30 Uhr (die Strecke soll angeblich in 50 Minuten zu bewältigen sein, wir schafften es in wenigstens 60 Minuten), und dann einen Abstecher über den Flughafen von Andenes, um nach Cordelias verlorenem Gepäckstück zu fragen. Es ist tatsächlich angekommen.

Andenes ist die Verwaltungshauptstadt der Region Andoy und schon eine Stadt in unserem Sinne (nicht nur eine verstreute Ansammlung von Häusern.)

Dann zum „Whalesafari-Center Andenes“. Eine angenehme Atmosphäre im Wal-Zentrum. Überall arbeiten nur ganz junge Leute. Das schafft schnell eine sehr unverkrampfte Stimmung. Allen scheint die Arbeit Spaß zu machen. Das war uns bereits gestern in Nyksund aufgefallen, wo viele junge Leute am Wiederaufbau einer verlassenen Stadt arbeiten.

Dann der verspätete Start zu den Walen. Spannend! Das Schiff schaukelt immer mehr, und langsam wird es unter den Passagieren ruhig. Auch auf dem Schiff arbeiten wieder junge Menschen (-hier zusammen mit der erfahrenen Crew) verschiedener Nationalitäten. Eine Norwegerin kümmert sich besonders um Regina. Sie stellt einen Plastikstuhl an die Reling und verzurrt den Stuhl gemeinsam mit einer deutschen Kollegin und einem Besatzungsmitglied, damit er nicht rückwärts umkippt. Cordelia wird langsam grün im Gesicht und auch Elisabeth kann das Geschaukel nicht mehr so gut verkraften. Den Anderen und auch mir geht es erstaunlich gut, und ich genieße die Fahrt (dank drei Reise-Kaugummis). Dann erscheinen die ersten Pottwale. Ein Pottwal wiegt ca.30 Tonnen, der Schädelknochen (wir haben im Walmuseum ein komplettes Pottwal-Skelett gesehen) eines Pottwals wiegt alleine 1 Tonne.

Der „Blas“ (das ist die Fontäne, die ein Wal beim Auftauchen in die Luft bläst) geht beim Pottwal nicht senkrecht in die Luft, sondern im Winkel von ca.45° nach vorne. So erkennt man einen Pottwal bereits von weitem. Noch bevor man den Wal richtig sieht erkennt man also schon an der Wasserfontäne ob es sich um einen Pottwal handelt. Das wurde uns an Bord erklärt, und gleich darauf wird es richtig spannend: Die erste Fontäne wird gesehen. Das Boot wird schneller und nähert sich der Fontäne, die in unregelmäßigen Abständen in die Luft spritzt. Dann erkennt man den Rücken. Es ist beeindruckend wie majestätisch sich das Tier im Meer bewegt. Ganz langsam und mit fast stehenden Motoren begleiten wir das Tier eine Weile. Dann wird es richtig spannend: Der Rücken krümmt sich leicht nach oben, der Kopf taucht senkrecht in die Tiefe und dann erscheint, wie als ein kurzer Abschiedsgruß, die riesige Schwanzflosse des Wals. Er wird nun in 1000-4000m Tiefe nach Nahrung suchen, und etwa 30-50 Minuten unter Wasser bleiben. Wir bleiben noch eine ganze Weile auf dem offenen Meer und sehen immer wieder das gleiche, beeindruckende Spektakel, mit immer unterschiedlichen Walen. Die einzelnen Pottwale kann man an verschiedenen Körpermerkmalen unterscheiden. Sogar an der Schwanzflosse. Zumindest wird das behauptet.  „Landratten“ wie wir können sich das nicht so recht vorstellen.

Langsam wird es sehr kalt hier auf dem offenen Meer. Die Luft ist klar, frisch und unverschmutzt. Das Wasser hat hier 4°C. Die Wellen schaukeln das Boot in ungleichmäßigen Takten hin und her. Das Boot wird in die Höhe getragen, um sogleich wieder in ein „Wellental“ zu fahren.

Es ist ruhig geworden auf dem Boot, es hat übrigens den Namen „Reine“. Tiefe Erfurcht hat alle ergriffen. Wir haben wunderbare Geschöpfe der Natur in deren Zuhause besucht. Es ist ein unglaublich schönes Zuhause: Das offene Meer in seiner unfaßbaren Weite und Stille. Das nächste Mal werde ich mir den Film „Moby Dick“ sicherlich mit ganz anderen Augen ansehen.

Wir sind gegen 18.30 Uhr wieder an Land. Da es bis gegen 1.30 Uhr hell bleibt, ist das eigentlich Nebensache. Die Rückfahrt führt uns noch vorbei an einem Rasthaus, in dem wir eine Pizza essen und das Erlebte noch mal an uns vorüberziehen lassen. Wir kommen erschöpft und glücklich wieder in unseren Hütten an. Um 22.00 Uhr besucht jeder die Wale noch mal in seinen Träumen. Morgen werden wir dann den Tag etwas ruhiger angehen. Das Programm werden wir beim Frühstück besprechen. Vielleicht geht es nach „Vinjesjoen“. Dort gibt es ein Museum, und das Wetter macht gerade den Eindruck, als sei morgen ein Museumsbesuch genau das Richtige. Natürlich wäre auch Lachs-Angeln nicht schlecht. Oder spazieren gehen?

Mittwoch, 9.8.2000: Der Tag beginnt regnerisch. Das hat hier in dieser Gegend erst mal nichts zu heißen. Es kann durchaus sein, daß das Wetter im Laufe des Tages schöner wird. Frühstück ist wieder um 9.00 Uhr. Nun, gegen 8.30 Uhr, sitzt Erhard im Aufenthaltsraum in meiner Hütte und studiert den Bildband zu Norwegen. Ansonsten ist es ruhig. So langsam finden wir, trotz der langen Helligkeit und der üblichen Reiseaufregung unsere innere Ruhe, und holen das Schlafdefizit der vergangenen Tage nach. Beim Frühstück gibt uns Ingvill wertvolle Ausflugstipps und wir werden gleich einen ausprobieren. Wir werden nach Vinjesjoe fahren und dann nach Nykvag (hier soll es einen Berg mit verschiedenen Vögeln geben.) Außerdem soll es  in Borg ein sehenswertes Wikingermuseum geben. Das Hurtig-Route-Museum in Svolvaer können wir gut mit der geplanten Fahrt mit der Hurtig-Route verbinden.

Es ist nun nach 24.00 Uhr, und nach einem gemütlichen Abendessen in der Hütte finde ich die Ruhe noch einige Zeilen zu schreiben. Letztlich sind wir in den Inselbezirk Bo gefahren. Es regnete mehr oder weniger den ganzen Tag. Meist mehr, wenn wir gerade eine schöne Stelle gefunden hatten, an der wir aus dem Auto aussteigen wollten und etwas spazierengehen wollten. So haben wir den „Berg der Vögel“ in Nykvag gesehen und sind noch weiter gefahren zu einem schönen Fischerörtchen namens Hovden. Dann sollte es eigentlich einen leckeren Fisch zu essen geben und zwar hatte man uns an einer Informationsstelle den Tipp gegeben, daß in Straumsjoen ein gutes Fischrestaurant sei. Haben wir dann leider nicht gefunden, obwohl der Ort nicht sehr groß war. Wir fuhren weiter und hielten in dem „Einkaufszentrum“ von Starume. Immerhin zwei Supermärkte in unmittelbarer Nähe. Wir mußten unbedingt etwas zu Essen haben. Da es nach unserer Pause bereits 17.00 Uhr war, beschlossen wir, den nächsten Programmpunkt (ein Museum und eine Skulptur in Vinje) auf einen anderen Tag zu verschieben. Auch so hatten wir genug für heute gesehen. Die Landschaft war einfach traumhaft, mit vielen Bergen, Fjorden, Seen, Wäldern und überall sehr idyllisch gelegenen Hütten. Das Programm für Morgen werden wir dem Wetter anpassen. Sollte es wieder regnen, werden wir etwas in der Nähe unserer Unterkunft unternehmen und einfach mal spazierengehen. Und es uns danach dann schön gemütlich machen in unseren Hütten. Martin könnte eventuell einmal einen Lachs fangen, und das Museum in Vinje ist ja auch noch auf dem Programm.

Eine interessante Information bekamen wir heute morgen von unserer Gastgeberin Ingvill Turell: Wenn man in den berühmten „Trollfjord“ mit dem Schiff einfahren möchte, geht das nur noch mit einem Schiff der „Hurtig-Route“. Die anderen Ausflugsschiffe haben ihren Betrieb eingestellt. Im Zuge der EU-Angleichungen bekam der Betreiber wohl derart hohe Auflagen, daß ein weiteres Betreiben seines Geschäfts nur noch mit sehr  teueren Änderungen möglich gewesen wäre. Dann wären die Tickets unbezahlbar geworden. Was „unbezahlbar“ hier in Norwegen wohl heißt?

Donnerstag, 10.8.2000 : Heute regnet es bereits beim Aufstehen stark und es ist sehr kalt. Wir besprechen beim Frühstück das Tagesprogramm. Keiner  hat so rechte Lust auf eine längere Autofahrt. Angeln kommt auch nicht in Frage und genausowenig spazierengehen. Also: Gemütlicher Hüttentag! Da sehe ich, daß Katja und Andreas auf  das Gelände fahren. Sie werden von Cordelia, die bereits seit einigen Tagen alleine in der Hütte frühstückt, empfangen und als ich fertig mit frühstücken bin (Ingvill, die Frau von Nigel, hatte viel zu erzählen) begrüße ich die beiden. Zusammen tauschen wir Erfahrungen aus, über diese Gegend. Die Beiden wollten eigentlich heute die Walsafari machen. Die Walsafari wurde jedoch abgesagt wegen Sturm. Die Wale sind dann in den hohen Wellen nicht zu sehen. Ansonsten könnte man ja fahren.....

Es wird ein sehr angenehmer Hüttentag. Wir essen alle zusammen zu Mittag und als die Beiden gegen 17.00 Uhr weiterfahren, hat sich der Himmel etwas aufgelockert. Peter, Elisabeth und Martin gehen noch eine Runde spazieren und dann kündigen wir uns alle zum Abendessen bei Nigel und Ingvill an. Wir lernen noch zwei Radfahrerinnen kennen, die täglich zwischen 40-100km Strecke machen. Donnerwetter, kann man da nur sagen. Kälte, Regen, kleines Zelt und dann immer wieder in die Pedale treten. Nichts für jedermann.

Ein Bekannter von Nigel und Ingvild  bringt drei wilde Lachse. Einer wiegt 4200g. Sehen schon beeindruckend aus, die Fische.

Für morgen haben wir einen Platz auf der Hurtig-Route gebucht. Von Sortland nach Svolvaer. Freuen wir uns schon alle drauf. Erhard fragte bereits den ganzen Tag über nach „Schiff“. Hoffen wir auf besseres Wetter.

Freitag.11.8.2000: Heute fahren wir nicht mit dem Schiff, sondern mit dem Auto. Das Wetter kann morgen einfach nicht schlechter sein. Na ja, ein wenig vielleicht schon... Aber es könnte ja auch besser werden.

Wir werden mit dem Bus nach Vinjes ins Heimat-Museum fahren und dann noch die Skulptur ansehen, die dort steht. Außerdem lohnt ein Besuch der Kirche in Bo. Das Heimatmuseum ist ein voller Erfolg. Der alte Mann, der uns einiges Wissenswertes über den Ort erzählt, gibt eine Gesangeinlage (er hatte einmal im Chor gesungen und singt uns Brahms, Wagner und Bach. Cordelia spielt dazu auf einer alten Heimorgel. Wie machen unsere Mittagspause in Bo und es gibt ein deftiges Essen: Hähnchen ist mit dabei!!

Als wir gegen 18.30 Uhr wieder im Adoy-Friluftssenter sind, regnet es wieder. Alle sind ziemlich müde. Die Energie, die wir an den schönen Tagen, mit viel Licht fühlten, schwindet bei trübem Wetter schlagartig.

Nach einer leckeren Erbsensuppe aus Martins 5-Minuten-Küche ziehen wir uns alle in unsere „Löcher“ zurück und lesen oder hören Radio.

Samstag, 12.8.2000: Beim Aufstehen sieht das Wetter heute gar nicht so schlecht aus, doch leider zieht sich der Himmel im Laufe des Frühstücks wieder zu. Andreas und Katja rufen an. Sie haben gestern ihre Walsafari unternommen und waren sehr begeistert. Sie hatten super Wetter und gaben uns den Tipp, erst am Nachmittag zu fahren (mit dem Schiff um 16.00Uhr). Sie werden heute noch von Andenes nach Sortland fahren und wir wollen uns auf dem Markt treffen. Für uns ist definitiv heute die Schifffahrt mit der Hurtig-Route von Sortland nach Svolvaer geplant.

Wir unterhalten uns  beim Frühstück wieder ausgiebig mit Ingvild über Norwegen und das Leben der einfachen Leute. Wir erfahren, daß in Norwegen Mann und Frau eine Familie gemeinsam ernähren müssen. Die Steuern beim Einkommen sind nicht so hoch wie bei uns in Deutschland, und der Verdienst liegt bei ca.5000,-DM. Da aber fast alles viel teuerer als bei uns ist, relativiert sich die Rechnung sehr schnell. „Unterm Strich“ wird bei den Norwegern auch nicht viel übrig bleiben.

Das Gesundheitssystem wird bis zu einem bestimmten Betrag (derzeit ca.1300,- NOK/Jahr) privat finanziert. Man bezahlt einfach den Arzt oder die Behandlung bis zu dem festgelegten Betrag. Alles, was darüber hinaus anfällt bezahlt der Staat.

Baugrundstück ist grundsätzlich billig, noch billiger ist es aber, ein altes Haus zu kaufen. Es wird nämlich meist teuer mit den „Nebenkosten“ (Stromanschluß, Abwasser, etc.).

Für ein Stück richtiges Bauland sind auf den Vesteralen/Lofoten ungefähr 250000,-DM zu veranschlagen.

Doch genug von Zahlen: Die Schiffahrt beginnt!

Katja und Andreas haben es bis zur Marktzeit nicht geschafft, und verabschieden uns direkt am Schiff. „Richard White“, heißt das Schiff, benannt nach dem Begründer der Hurtig-Route.

Es ist ein sehr schönes, großes und neues Schiff. Die Fahrt geht unter anderem auch in den Trollfjord und der ist ganz schön eng. Martin schaut sich die Rolli-Kabinen auf dem Schiff an. Sie machen einen guten Eindruck. Die Tür zum Badezimmer ist schön breit. In der Kabine ist viel Platz für 1-2 Personen.

In Svolvaer um 19.30 Uhr angekommen, rechnen wir eigentlich mit ungefähr 2,5 Stunden Rückfahrt. Svolvaer hat einen ansprechenden Hafen und einen Marktplatz mit einigen Ständen. Elisabeth kauft sich hier ein Rentier-Fell und Cordelia findet einen schönen Pullover in einem Geschäft. Dann brechen wir gegen 20.15 Uhr auf.

Es muß auch noch mal eine Fähre genommen werden (idealerweise die um 21.10 Uhr), von Fiskebol nach Melbu. Die Überfahrt dauert eine knappe halbe Stunde. Als wir um 23.00 Uhr in Andoy-Friluftssenter ankommen, kochen wir noch etwas und setzen uns gemütlich zu Elisabeth, Erhard und Regina in die Hütte. Nun ist es bereits 1.30 Uhr und es ist immer noch hell draußen. Morgen werden wir erst um 10.00 Uhr frühstücken. Den weiteren Tagesablauf bestimmt zum großen Teil das Wetter.

Sonntag, 13.8.2000: Englisches Frühstück um 10.00 Uhr. Alles ist aufgetischt, Ham & Eggs, Baked Beans und Tea & Coffee.Nach dem Frühstück nutzen wir (Erhard, Peter und Martin) das schöne Wetter und leihen uns das Ruderboot. Außerdem halten wir die Angeln ins Wasser. Leider ohne großen Erfolg. Nach etwa zwei Stunden machen wir eine Pause, gehen an Land und trinken mit Regina einen Cappuccino. Erhard kommt nicht wieder mit ins Boot. Leider ist es zwischenzeitlich windig geworden und wegen der Wellen auf dem Fjord ist es nicht so gut möglich zu angeln. Nach einer weiteren Stunde geben Martin und Peter das Angeln auf. Wir haben uns heute ein leckeres Mittagessen bei Nigel und Ingvild bestellt. Um 16.00 Uhr treffen wir uns im Restaurant (das ist dort, wo wir auch immer frühstücken),  und essen bis nach 17.30 Uhr. Die Zeit verfliegt immer  schneller. Wir reden wieder viel mit Nigel und erfahren allerlei Neues über Land & Leute. Abends gehen Cordelia und Elisabeth noch mal mit dem Boot aufs Wasser und Martin sucht sich eine Stelle zum Angeln. Es kommt auch eine bestimmte Stelle in Frage, leider bereits besetzt. Cordelia und Elisabeth fahren in die gleiche Richtung, die auch Martin eingeschlagen hat und überreden ihn ins Boot einzusteigen. Vom Boot aus läßt es sich auch vorzüglich angeln, jedoch scheint der Haken etwas groß geraten zu sein. Es beißt nichts an. Auf dem Rückweg wird es wieder etwas welliger auf dem Wasser. Nicht so ganz Martins Fall, aber Cordelia bringt uns alle sicher an Land.

Montag, 14.8.2000: Frühstück um 9.00 Uhr wie an den meisten Tagen, und dann planen wir gemeinsam den Tag. Da das Wetter schön zu werden scheint (wir sind mit Prognosen für den gesamten Tag vorsichtig geworden), wäre eine zweite Walsafari heute möglich. Von Sto gibt es eine kombinierte Wal-, Vogel- Seehundsafari. Diese dauert aber 6-7 Stunden und das ist zu lange. Aber eine Seehundsafari von Staves bei Bleik wäre gar nicht schlecht. Gesagt, beschlossen und telefonisch organisiert. Die Seehundsafari ist heute um 14.00 Uhr möglich. Mindestteilnehmerzahl 4 Personen. Peter, Elisabeth und Regina möchten es gerne ausprobieren. Also fahren wir um 11.45 Uhr Richtung Andenes und sind gegen 13.00 Uhr auf dem Camping-Staves. Hier lassen wir uns die Details zur Abfahrt erklären und trinken einen Café. Wir müssen erst gegen 13.45 Uhr  am „Hafen“ Staves sein.

Die Seehundsafari ist ein Naturerlebnis der ganz besonderen Sorte. Die Fahrt zu den Robbenbänken und den Vogelfelsen findet in einem Schlauchboot statt. Ganz selten, wenn das Wetter es zuläßt, fährt der Kapitän sogar mit seinem Schlauchboot  zu den Walen. Das muß ein unglaubliches Erlebnis sein. Aber auch sonst wird uns seine Walsafari empfohlen. Zwei Schweizer, die auch mitfahren, berichten, daß der Kapitän ein ca.14 Meter langes Boot hat, mit dem er normalerweise seine Walsafaris unternimmt. Wesentlich kleiner als die Boote, die in Andenes starten.

Cordelia, Martin und Erhard fahren für die zwei Stunden, die die Anderen auf dem Meer sind, nach Bleik und Andenes um verschiedene Besorgungen zu machen und die wunderschöne Küste genauer anzusehen. Hier gibt es jede Menge Sandstrände und traumhafte Aussichtspunkte auf das Meer mit seinen vielen kleinen und großen Inseln und Felsen.

Als wir uns wieder im Hafen Staves einfinden sind die Bootsausflügler gerade angekommen. Das Leuchten in ihren Augen verrät, das es schön war. Die Drei schwärmen in den höchsten Tönen vom Erlebten und Gesehenen. Nach einem gemeinsamen Picknick am Sandstrand des Camping-Bleik fahren wir an der Westküste zurück. Die Westküste ist wunderschön. Ein Sandstrand nach dem Anderen und am Horizont eine Felskulisse, die wie gemalt aussieht. Ständig wechselnde Lichtspiele verzaubern den Himmel, das Moor und die Felsen. Wir essen um 20.00 Uhr zu Abend und sind dann zufrieden und müde.

Als Peter, Elisabeth, Cordelia und Martin dann noch gegen 21.00 Uhr zu einem „kleinen Abendspaziergang zum Waldsee“ aufbrechen, ahnen sie noch nicht, daß sie erst gegen 23.00 Uhr wieder in der Hütte sein werden. Am See ist ein sehr gut begeh- und befahrbarer Weg für Spaziergänger und Rollstuhlfahrer angelegt. Sogar an eine Stelle zum Angeln ist für Rollstuhlfahrer gedacht. Leider geht der Weg nicht um den See. Wir beschließen den Versuch den See zu umrunden. Nach einer Stunde klettern von Stein zu Stein auf moosigem Grund genießen wir auf halbem Weg den dämmrigen Abendhimmel, der den See in verschiedenen Farben erleuchten läßt und beschließen dann den Rückweg. Aufgedreht wie die Kinder sitzen wir noch gemeinsam in der Hütte, erzählen uns Geschichten und ziehen uns weit nach Mitternacht (wohlgemerkt: es ist immer noch dämmrig) zurück. Morgen ist auch noch ein Tag und wir werden es wieder ein wenig vom Wetter abhängig machen, was wir unternehmen (Wikinger-Museum oder Spaziergang von Sto nach Nyksund stehen zur Auswahl).

Dienstag, 15.8.2000: Heute hatten wir einen wunderschönen Sonnentag und Ingvild hatte gleich einen prima Vorschlag wie man diesen tollen Tag am besten nutzen kann. Wir hatten bereits auf unserer allerersten Erkundungstour einen schönen Küstenabschnitt entdeckt, der viele kleine Sandstrände hat. Dort kann man sich aber nur aufhalten, wenn der Wind nicht so stark weht. Das war heute der Fall. Eigentlich wollten wir heute entweder ins Wikinger-Museum nach Borg fahren oder nach Sto, um von dort einen Spaziergang am Strand nach Nyksund zu machen. Beides kann man aber auch bei etwas schlechterem Wetter machen, dachten wir uns, und griffen Ingvilds Vorschlag gerne auf.

Ungefähr 20km hinter Rysoham  fanden wir einen wunderschönen Strand. Vor diesem Strand  war in geringer Entfernung eine kleine Insel, zu der man hinüberwaten konnte. Viel mehr als die Füße haben wir, bis auf Cordelia, nicht ins Wasser bekommen. Es war einfach eiskalt. Cordelia jedoch nahm Anlauf und sprang kühn ins kalte Wasser. Martin joggte lieber eine kleine Strecke und genoß die Küste. Erhard und Peter neckten sich und Elisabeth betete die Sonne an. Regina nutzte die Ruhe und die Wärme um ´mal so richtig zu entspannen. Gegen 15.30 Uhr fuhren wir, nach einem schönen Picknick am Strand, wieder zurück in unsere Hütten. Um 19.00 Uhr sollte es Abendessen geben, um danach eine geeignete Stelle zu suchen, von der aus man den Sonnenuntergang sehen kann. So konnten wir nachmittags noch etwas ruhen und uns frisch machen. Leider waren abends nur noch Martin, Peter und Elisabeth so fit, daß sie zur Sonnenuntergang-Safari aufbrechen konnten. Es ging um 21.30 Uhr los, die Sonne ging um 22.00 Uhr als orange-gelber Ball am glasklaren Himmel im Meer unter. Die Farben, die wir dann an Himmel und den umliegenden Felsen sehen konnten, waren berauschend.

Mal sehen, wie das Wetter  am morgigen Tag wird. Die beiden weiter oben genannten Programmpunkte (Sto-Nyksund und Wikinger-Museum) würden wir gerne noch, ohne zeitlichen Druck, in unsere Tagesgestaltung einbinden. Freitag wollen wir einen letzten Abend bei Nigel und Ingvild verbringen und dazu wird auf jeden Fall eine der leckeren Speisen ihres Speiseplans gehören.

Samstag werden wir dann nach einem gemütlichen Frühstück gegen 11.30 Uhr wieder Richtung Kiruna/Schweden aufbrechen und einen Zwischenstopp auf der Hälfte der Strecke (wahrscheinlich in Gratangen) einlegen.

 Mittwoch, 16.8.2000: Heute scheint die Sonne wieder und wir freuen uns darauf nach Sto zu fahren um dort ein wenig zu wandern. Es soll einen Weg am Strand geben, der nach Nyksund führt. Einige möchten die Strecke ganz gehen, andere nur einen Teil, um dann die Stimmung des kleinen Hafenörtchens Sto zu genießen. Von Andoy-Friluftssenter fährt man etwa eine Stunde nach Sto.

In den vergangenen Tagen hatte ein Australier bei Nigel und Ingvild gewohnt und gearbeitet. Er ist am reisen und möchte die Welt kennenlernen. Heute reist er weiter und wir nehmen ihn mit bis nach Sortland. Von dort wird er per Anhalter weiterreisen. Wir erfahren, daß er bereits seit über einem Jahr unterwegs ist, aus dem Süden von Australien kommt und früher bei der Marine gearbeitet hat. Nun reist er mit Rucksack und Didgereedoo um die Welt und träumt davon im nächsten Jahr wieder nach Australien zurückzukehren und dann in einem Nationalpark als Guide zu arbeiten. Wir setzten ihn an der E10 kurz vor Sortland an einer günstigen Stelle ab und bekommen noch etwas mit dem Didgereedoo vorgespielt. Er reist nun weiter nach Finnland, will dann nach Italien um sich einen aktiven Vulkan anzusehen und  dann in die Vikos-Schlucht nach Griechenland.

Auf dem Campingplatz von Sto gibt es eine sehr schöne Terasse direkt am Hafen. Hier machen wir eine Pause vor unserer Wanderung- respektive dem Spaziergang. Letztendlich ist es Elisabeth, die als Einzige bis nach Nyksund gehen möchte. Leider beginnt sie den Weg an der falschen Stelle und nimmt anstatt dem Strandweg den Weg über die Berge. der ist natürlich um einiges beschwerlicher und anstrengender zu gehen. Zudem sind die Markierungen teilweise sehr schlecht zu erkennen und hier beginnt das Abenteuer, daß uns bis 23.30 Uhr in Atem hält. Mit Elisabeth war verabredet, daß wir sie gegen 18.30 Uhr in Nyksund im Café erwarten. Sollte ihr etwas zustoßen, soll sie auf jeden Fall auf dem Weg bleiben, weil Martin sie dann, von Nyksund aus startend, suchen wird. Als Elisabeth um 19.30 Uhr noch immer nicht aufgetaucht ist, gehen ihr Peter und Martin entgegen. Bereits sehr bald wird klar, daß der Spaziergang alles andere als einfach werden wird. Es geht recht steil den Berg hinauf und der Weg wird immer schlechter. Auch die Markierungen sind teilweise recht schlecht zu  erkennen. Es dämmert uns, daß das ein strapaziöses Vergnügen werden wird, zudem unter Zeitdruck, ansonsten wäre es ja noch schön. Als Martin in ca. 500m Höhe hinter einem schmalen Berggrat verschwindet, ahnt er noch nicht, daß Elisabeth bereits bei den Anderen ist. Sie hatte den falschen Weg genommen und kam per Anhalter zur verabredeten Stelle. Martin war nun unterwegs und genoß die wunderbare Aussicht, und den Sonnenuntergang im Meer. Überall auf den Bergwiesen grasten Schafe und die Stille war beruhigend und wohltuend. Natürlich war etwas Aufregung beim Gedanken an Elisabeth dabei. Es konnte ja auch gut sein, daß sie irgendwo liegt und Hilfe braucht. Letztendlich ging Martin den kompletten Weg in strammem Schritt und bewältigte die Strecke in naßgeschwitzten 2,5 Stunden. In Sto um 22.30 Uhr angekommen, waren wir natürlich alle froh einander heil und unversehrt zu sehen und machten uns schleunigst auf den Heimweg. Morgen werden einige erst um 9.30 Uhr zum Frühstück gehen.

 

Donnerstag, 17.8.2000:  Überraschenderweise waren wir heute Morgen doch vollzählig beim Frühstück um 9.00 Uhr, so daß es gegen 11.00 Uhr Richtung Borg, zum Wikinger-Museum gehen konnte. Leider verpaßten wir in Melbu die Fähre nach Fiskebol um ca.2 Minuten.  Da es aber bereits nach 12.00 Uhr war, beschlossen wir kurzerhand die Wartezeit bis zur nächsten Fähre mit einer Mittagspause zu überbrücken. Gegen 14.00 Uhr waren wir dann auf der Fähre. Die Überfahrt dauert nur 35 Minuten, aber das wußten wir ja bereits. Auf den Lofoten angekommen, hatten wir das Gefühl, daß der Schnee auf den Bergen mehr geworden ist. Konnte natürlich auch täuschen, aber lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis der Winter Einzug hält. Auf dem Weg nach Borg trafen wir unvermittelt Katja und Andreas, die mit ihren Fahrrädern unterwegs waren. Zwischenzeitlich hatte es ein wenig angefangen zu nieseln. Wir verabredeten uns in Henningsvaer, dort haben sich die Beiden ein „Rorbu“ (also eine nette, kleine Fischerhütte) gemietet.

In Borg angekommen, nahmen wir sogleich an der deutschsprachigen Führung teil, und waren begeistert von dem Ort und seinen Ausstellungsstücken. Der Museumsbau ist einem Wikinger-Häuptlingssitz nachempfunden. In einem Raum loderte ein Feuer, der gesamte Raum war eingeräuchert, weil es nur einen Abzug in Form eines einfachen Loches im Dach gab. Zudem waren etwas außerhalb landwirtschaftliche Maschinen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts ausgestellt und am Wasser lag ein nachgebautes Wikinger-Schiff. Hier kann man sogar täglich um 14.00 Uhr selbst rudern. Auf dem Weg zum Schiff kommt man an einer Schmiede vorbei.

Nach dem sehr interessanten Museumsbesuch machten wir uns auf den Weg zu unserer Verabredung in Henningsvaer und waren bei der Ankunft im Ort begeistert. Henningsvaer ist etwas größer als die meisten Orte, die wir bislang gesehen haben. Auch eine besonders schöne, einfache Kneipe finden wir am Hafen. Café Klettre, nennt sich das Lokal, in dem man auch etwas zu Essen bekommen kann. Es ist der Treffpunkt aller kletterbegeisterten Menschen hier in der Gegend. Die Preise für Essen und Trinken sind in Ordnung, und wir essen hier zu Abend.

Wir nehmen die Fähre zurück um 22.40 Uhr, die wir um ein Haar verpaßt hätten. Ankunft in unseren Hütten ist leider wieder nach Mitternacht, aber es ist ziemlich schwer beim Programm Abstriche zu machen, nur um früher zuhause zu sein. Das wird sich wohl während unseres Aufenthalts auf den Vesteralen nicht mehr ändern. Schlafen kann man auch daheim...

 

Freitag, 18.8.2000: Heute haben wir uns alle einen Ruhetag gegönnt, nicht zuletzt um noch mal innerlich ein wenig Abschied zu nehmen von Norwegen. Das Wetter war recht gut, es regnete wenig. Cordelia und Elisabeth fuhren nachmittags noch mal nach Andenes zum „Shoppen“ und Peter, Erhard und Martin verbrachten den Tag gemeinsam mit schwätzen, Unsinn machen und ein wenig spazierengehen. Außerdem haben wir natürlich unsere Koffer gepackt, denn morgen wird es nach dem Frühstück Richtung Kiruna gehen.

Am Abend gönnten wir uns noch eines der leckeren Essen bei Nigel und Ingvild. Martin, Erhard und Peter testeten das mit Blätterteig überbackene Elchragout mit Kartoffelbrei-Röschen, Brokkoli und gedünsteten Möhren. Ein Gedicht! Auch der Heilbutt und der Lachs in Creme Fraiche waren wieder vorzüglich.

Um 20.30 Uhr haben wir uns alle zurückgezogen, lesen noch ein wenig oder gehen einige Schritte spazieren. Ein ruhiger Ausklang für einen wunderschönen Aufenthalt hier auf den Vesteralen.

Samstag, 19.8.2000: Abreisetag, 8.00 Uhr, es ist neblig und es regnet. Das wird den Abschied leichter machen. Zuhause erwarten uns Tagestemperaturen um die 30°C. Mal sehen wie dieser Unterschied uns bekommen wird.

Weitsprung
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